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166. DV der Kantonalschützengesellschaft NW

Franz Odermatt 03.03.2019
166. DV der Kantonalschützengesellschaft NW vom 2. März 2019 auf der Klewenalp  
 
Paul Dönni neuer Nidwaldner Feldschiessen-Chef       
 
Wahlen, Ehrungen und die baldige Abstimmung zum EU-Waffenrecht standen an der DV der Kantonalschützengesellschaft im Mittelpunkt.  
Neben den 62 Delegierten durfte Kantonalschützenpräsident Max Ziegler (Ennetbürgen) am Samstag auf der Klewenalp auch 20 Ehrenmitglieder und Gäste zur DV 2019 der Kantonalschützengesellschaft Nidwalden willkommen heissen. Ein besonderer Gruss richtete er an Gemeinderat Rolf Amstad, Brigadier Markus Ernst, Kreiskommandant Theo Küchler als Vertreter von Regierungsrätin Karin Kayser-Frutschi und an SSV-Präsident Luca Filippini. Den organisierenden Beckenrieder Schützen mit Präsident Andreas Käslin dankte Max Ziegler für das Gastrecht. Mit Erika Keller-Walker und der Oberrickenbacherin Cornelia Zumbühl begleiteten zwei hübsche «Trachtenmeitschi» die Versammlungsgeschäfte. Schützenpräsident Andreas Käslin präsentierte in einer interessanten Kurzfassung die Geschichte und die sportlichen Erfolge der 186-jährigen Beckenrieder Schützengesellschaft.  
 
Wahlen und Sachgeschäfte
Für die demissionierenden Walter Odermatt (Bürgenstock), Seppi Gabriel (Ennetbürgen) und Nicole Gander (Beckenried) stellte sich nur ein Ersatz, statt drei, zur Wahl. Und zwar der initiative Stansstader Schützenpräsident Paul Dönni. Er wurde erwartungsgemäss, wie auch Max Ziegler als Präsident, mit grossem Applaus gewählt. Finanzministerin Chantal Bläsi (Dallenwil) präsentierte den erwarteten Verlust von rund 6000 Franken. Die Jahresbeiträge 2019 für die Sektionen bleiben unverändert. Die ausführlichen Jahresberichte von Gewehrschützenmeister Seppi Gabriel (Ennetbürgen), von Pistolenschützenmeister Remo Bachmann (Hergiswil), von Feldschützenmeister Walter Odermatt (Bürgenstock) und von Jungschützenchef Sepp Mathis (Oberdorf) wurden verdankt und genehmigt. Das Feldschiessen 2020 organisieren die Nidwaldner Pistolenschützen-Sektionen und vermutlich die SG Stans im Schwybogen. Büren-Oberdorf wird die nächstjährige Delegiertenversammlung am 7. März 2020 durchführen. Dem Antrag der SG Ennetmoos zur Bildung einer Arbeitsgruppe um die Strukturen des Schiesswesen in Ob-und Nidwalden durch eine Auslegeordnung zu hinterfragen und in einem Grundlagenpapier an die nächstjährige DV zu bringen, wurde zugestimmt.  
 
Zentrale Schiessanlage
«Es ist seit Herbst 2017 allen bekannt, dass die Gemeindepräsidentenkonferenz NW ihre 2007 gefasste Meinung änderte und sich nun wieder gegen die zentrale Schiessanlage ausgesprochen hat. Dafür wollen die Gemeinden die Lärmsanierung ihrer Anlagen abklären lassen. Das politische Hin und Her ist Realität und schwierig einzuordnen» schreibt Max Ziegler in seinem Jahresbericht. Als Präsident sei es ihm wichtig, dass mit den aufgegleisten Lösungsfindungen keine Sektion und keine Sparte als Verliererin dastehen darf. Es gilt nach wie vor, dass wir Schützen nur gemeinsam und mit koordiniertem Vorgehen langfristig Erfolg haben können.  
 
Revision des Waffengesetzes
Sowohl Gemeinderat Amstad wie auch SSV-Präsident Filippini und Brigadier Markus Ernst erinnerten in ihren Grussadressen an das Referendum der Schweizer Schützen gegen den Bundesbeschluss zur Übernahme der EU-Waffenrichtlinien. Nur dank diesem Referendum kommt es am 19. Mai zu einer für uns Schützen sehr wichtigen Abstimmung. SSV-Präsident Filippini: «Die neuen Richtlinien sind nutzlos, willkürlich, freiheitsfeindlich und unschweizerisch. Sie «treffen» früher oder später Schützen, Jäger und Sammler».
 
Ehrungen und Grussadressen
Wohlverdient wurde Walter Odermatt für 12 Jahre Vorstandsarbeit zum Ehrenmitglied ernannt. Besonders willkommen geheissen wurde der neue Schiessoffizier René Wildi, (Steinhausen), der am 1. Januar 2019 die Nachfolge von Hans Wyrsch (Hergiswil) angetreten hat. Wegen Krankheit konnten Kantonalschützenmeister Seppi Gabriel und Schiessoffizier Hans Wyrsch nicht persönlich verabschiedet werden. Überhaupt nicht selbstverständlich, dass Seppi Gabriel, mangels Nachfolger, im 2019 das Einzelwettschiessen und die Gruppenrunden nochmals durchführt. Den Gruss der Nidwaldner Regierung überbrachte Kreiskommandant Theo Küchler. Er dankte den Sektionen für ihren Einsatz für das ausserdienstliche Schiesswesen und ganz besonders für die kompetente Jungschützen-Ausbildung in Nidwalden. Die besten dieser Jungschützen, nämlich Patrick Fischer (Büren-Oberdorf), Kai Zurkirch und Seraina Waser (beide Wolfenschiessen), wurden von JS-Chef Sepp Mathis besonders geehrt und ausgezeichnet.