, Nicole Gander

Zürcher Knabenschiessen

Was für ein wunderbares Ereignis für den Kanton Nidwalden. In diesem Jahr wurden die Nidwaldner Jungschützen als Gastkanton ans Knabenschiessen nach Zürich eingeladen. Letztmals war Nidwalden 1989 am grössten Volksfest von Zürich vertreten. Kantonaljungschützenleiter Seppi Mathis freute sich: «Wunderbar für unsere Jungschützinnen und Jungschützen, an diesem traditionellen Anlass teilnehmen zu dürfen. Ein einzigartiges Erlebnis.» Zehn Jungschützinnen, zwanzig Jungschützen, drei Jungschützenleiter und drei Mitglieder der Kantonalschützengesellschaft Nidwalden reisten für zwei Tage nach Zürich. Um 09.30 Uhr ging es dann ab Ennetbürgen via Brüttisellen, wo wir ein köstliches Mittagessen im Restaurant Taverna geniessen durften, und Wollishofen, wo wir unsere Zimmer in der Jugendherberge bezogen, nach Zürich. Die Jugendlichen und natürlich auch die Erwachsenen konnten dann das ganze Festareal erkunden. Am Abend durften wir ein feines Abendessen im Restaurant Albisgüetli einnehmen und bevor es zurück zur Schlafstätte ging, war nochmals ein Besuch an der Kilbi angesagt, wo die Jugendlichen mit Gratisjetons verweilen konnten. Bereits um 22 Uhr ging es in die Jugendherberge, denn am Montagmorgen hiess es früh aufstehen, da um 08.00 Uhr Schiesswettkampfbeginn war.

Das Spezielle am Knabenschiessen: Man absolviert das Programm nicht mit der eigenen Waffe. Die Gewehre werden vom Veranstalter zur Verfügung gestellt. Jeder Schütze wird betreut und es darf nichts am Gewehr verstellt werden. So muss man die Korrektur selbst vornehmen und versuchen mit der Gewehrstellung zu korrigieren. Dies ist nicht ganz so einfach für die unerfahrenen Schützen. Das Programm geht über fünf Einzelschüsse. Die beste Punktzahl ist die sechs. Dazu erhält man für jeden Scheibentreffer einen Punkt, was ein Höchstergebnis von 35 Punkten ergibt. Die jungen Nidwaldner haben unseren Kanton sehr gut präsentiert und vertreten. Man darf stolz auf die Leistung von jedem Einzelnen sein. Kilian Odermatt, Ennetmoos, schrammte knapp am Maximum vorbei. Mit seinen 34 Punkten konnte er den Ausstich bestreiten. Am Schluss reichte es mit 28 Punkten für den zehnten Schlussrang. Nun kann er mit seinem neuen Bike in der Nidwaldner Landschaft herum fahren. Sven Wiesendanger, Stans, und Fabian Gander, Beckenried, konnten sich mit ihren 32 Punkten vom grossen Gabentempel einen tollen Preis aussuchen. Sandro Christen, Obbürgen, brillierte mit 31 Punkten und Manuel Wettstein, Ennetbürgen, Martin Keiser, Büren, Noah Gabriel, Buochs, Olivia Baumgartner, Büren, Kai Zurkirch, Wolfenschiessen, mit 30 Punkten. Marco Jann, Obbürgen, Michael Lussi, Ennetmoos, und Melissa Baumgartner, Büren, Stella May, Beckenried, und Martin Zumbühl, Wolfenschiessen, hatten 29 Punkte auf dem Tableau. Für 28 Punkte reichte es bei Rebecca Gander, Buochs, Thomas Amstad, Oberdorf, und Victoria Barmettler, Ennetbürgen. Sie alle konnten den Preis aus dem kleinen Gabentempel aussuchen. Nur einen Punkt weniger hatten Jonas Zurkirch, Wolfenschiessen, Marion Fischer, Oberdorf, und Lynn Aregger, Stans. 25 Punkte: Charlotte Barmettler, Ennetbürgen, und Vanessa Odermatt, Büren. 24 Punkte: André Bron, Dallenwil, Tino Zumbühl, Wolfenschiessen, und Linus Gander, Beckenried. 23 Punkte: Lars Aschwanden, Ennetmoos, Stefan Barmettler, Oberdorf, Ramon Fischer, Buochs, und Nils Waser, Dallenwil. 21 Punkte: Sara Flühler, Oberdorf. Zusätzlich wurden unsere Teilnehmer vom Organisationskomitee mit einem Pin und einem Sackmesser beschenkt.

Nach einem feinen Mittagessen und den Festansprachen in der Festhalle Albisgüetli nahm die Nidwaldner Delegation, zusammen mit dem Schützenkönig und den Tambouren, unter Polizeieskorte am offiziellen Umzug teil. Somit gingen zwei ereignisreiche Tage zu Ende und alle Beteiligten werden diesen Traditionsanlass noch lange in guter Erinnerung behalten.